Einen Foodtruck zu mieten klingt einfach: Wagen kommt, Essen gibt es, Wagen fährt. In der Praxis entscheiden ein paar Details darüber, ob der Tag entspannt läuft — der Stellplatz, der Strom und bei manchen Festen die Genehmigung. Diese Checkliste fasst zusammen, was Sie vorher klären sollten. Die Beispiele stammen von der Pizza Ape, einer mobilen Pizzeria auf drei Rädern in Kaiserslautern und Umgebung.
Was muss man vor dem Foodtruck-Mieten klären?
Vor der Buchung sollten Datum, Ort, Gästezahl und Zeitraum der Ausgabe feststehen. Mit diesen vier Angaben kann jeder Anbieter sagen, ob er Zeit hat und was es kostet.
Die Checkliste in der Reihenfolge, in der sie meist abgearbeitet wird:
- Datum und Uhrzeit: Wann soll ausgegeben werden, und wie lange? Üblich sind zwei bis drei Stunden.
- Ort: Genaue Adresse und ob es sich um privaten oder öffentlichen Grund handelt.
- Gästezahl: Grob genügt. Die Pizza Ape kommt ab etwa 20 Gästen und versorgt bis rund 200 Gäste; bei mehr planen wir mit Vorproduktion.
- Stellplatz: Größe, Untergrund, Zufahrt.
- Strom: Wo ist der nächste Anschluss?
- Genehmigung: Braucht es eine Erlaubnis der Stadt?
- Wetter: Wo stehen die Gäste, wenn es regnet?
- Angebot: Schriftlich, mit allem, was enthalten ist.
Wie groß muss der Stellplatz für einen Foodtruck sein?
Das hängt vom Fahrzeug ab — für die Pizza Ape reicht ein ebener Stellplatz von etwa vier mal drei Metern. Größere Foodtrucks auf Lkw-Basis brauchen deutlich mehr Fläche und eine feste Zufahrt.
Achten Sie beim Stellplatz auf diese Punkte:
- Eben: Der Ofen muss gerade stehen. Leichte Neigungen lassen sich ausgleichen, starke nicht.
- Befahrbar: Rasen ist meist in Ordnung, nach viel Regen kann weicher Boden aber schwierig werden.
- Zufahrt: Die Ape ist knapp 1,5 Meter breit und passt durch die meisten Hoftore und Einfahrten. Bei großen Trucks sollten Sie Durchfahrtsbreite und -höhe messen.
- Platz vor der Ausgabe: Gäste brauchen Raum, um zu warten, ohne Wege zu blockieren.
Welcher Stromanschluss wird benötigt?
Die Pizza Ape braucht einen normalen Stromanschluss. Andere Foodtrucks haben teils höhere Anforderungen, etwa einen Starkstromanschluss (CEE) — fragen Sie deshalb immer konkret nach.
Klären Sie vorab:
- Wo liegt der nächste Anschluss, und wie weit ist er vom Stellplatz entfernt?
- Ist die Steckdose separat abgesichert, oder hängen daran noch Musik, Licht und Kühlschränke?
- Wer ist am Tag selbst Ansprechpartner, falls eine Sicherung herausspringt?
Bei Festen im Freien ohne feste Steckdosen stellt meist der Veranstalter einen Verteiler oder ein Aggregat. Das sollte vor der Buchung feststehen, nicht am Morgen des Festes.
Braucht man eine Genehmigung für einen Foodtruck?
Auf privatem Grund — im eigenen Garten, auf dem Firmengelände, in der Hochzeitslocation — braucht es in der Regel keine zusätzliche Genehmigung der Stadt. Auf öffentlichem Grund, etwa auf einem Dorfplatz, einer Straße oder einem Parkplatz der Gemeinde, ist meist eine Sondernutzungserlaubnis nötig.
Diese Erlaubnis beantragt üblicherweise der Veranstalter beim Ordnungsamt beziehungsweise bei der zuständigen Stelle der Stadt oder Gemeinde. Die genauen Regeln unterscheiden sich von Ort zu Ort, auch innerhalb von Rheinland-Pfalz. Fragen Sie deshalb frühzeitig bei Ihrer Stadt nach, welche Unterlagen und Fristen gelten.
Bei Stadtfesten, Weinfesten oder Vereinsfesten kümmert sich in der Regel die Organisation um die Genehmigung für alle Stände gemeinsam. Mehr dazu, wie die Ape auf solchen Festen eingesetzt wird, steht auf der Seite Pizza Ape für Stadtfest und Wochenmarkt.
Welche Papiere sollte der Anbieter haben?
Ein seriöser Foodtruck-Anbieter hat ein angemeldetes Gewerbe, eine Belehrung nach dem Infektionsschutzgesetz und ein Hygienekonzept. Diese Unterlagen sind für jeden Betrieb Pflicht, der Lebensmittel ausgibt.
Die Pizza Ape bringt alle drei mit. Die Sondernutzungserlaubnis für öffentliche Flächen ist davon getrennt — sie betrifft den Platz, nicht den Anbieter.
Welche Fragen sollte man dem Anbieter stellen?
Stellen Sie Fragen, die Menge, Dauer und Kosten eindeutig machen. So vermeiden Sie Missverständnisse am Tag selbst.
- Wie viel Essen ist eingeplant? Bei Pizza al Taglio rechnen wir mit etwa drei Stück pro Gast. Den Richtwert für Ihre Feier zeigt der Rechner „Wie viel Pizza?“, die Hintergründe stehen im Beitrag Wie viel Pizza pro Person?.
- Wie schnell wird ausgegeben? Die Ape backt je nach Andrang etwa 60 bis 100 Stück pro Stunde.
- Wie lange dauert die Ausgabe? Üblich sind zwei bis drei Stunden, länger gegen Aufpreis.
- Gibt es vegetarische und vegane Optionen? Vegetarisch ist bei uns immer dabei, vegan auf Anfrage.
- Was ist im Preis enthalten? Anfahrt, Aufbau, Ausgabe, Getränke — alles sollte im Angebot stehen.
- Wie wird abgerechnet? Für Firmen gibt es eine ordentliche Rechnung mit ausgewiesener Umsatzsteuer.
- Wie weit fährt der Anbieter? Die Pizza Ape ist in Kaiserslautern und im Umkreis von etwa 50 Kilometern unterwegs.
Wie früh sollte man einen Foodtruck buchen?
Für gewöhnliche Feiern reichen meist zwei bis vier Wochen Vorlauf. Für Hochzeiten und Sommerwochenenden empfehlen wir drei bis sechs Monate, weil beliebte Samstage früh vergeben sind.
Wenn Ihre Feier eine Hochzeit ist, lohnt sich der Beitrag Foodtruck auf der Hochzeit mit Hinweisen zu Zeitplan, Regen und Absprache mit der Location.
Was passiert bei schlechtem Wetter?
Der Foodtruck selbst ist wetterfest, der Bereich für die Gäste nicht. Planen Sie deshalb ein Zelt, einen Pavillon oder einen Stellplatz unter einem Vordach ein.
Wie bekommt man ein Angebot?
Mit Datum, Ort, Gästezahl und gewünschter Dauer kann Ihnen jeder Anbieter ein Angebot machen. Bei der Pizza Ape nennen wir den Preis je Event: Schreiben Sie uns über das Anfrageformular, und Sie bekommen ein Angebot per E-Mail — vorab und schriftlich.
